Montag, 12. November 2018

Ecuador: Quilotoa Kratersee

Von Latacunga, einer gemütlichen und schönen Kleinstadt unweit des Vulkans Cotopaxi, erreicht man mit dem Bus bequem als Tagesauflug den in den Anden gelegenen Vulkan Quilotoa. Im Caldeira des um 1280 das letzte Mal ausgebrochenen Vulkans befindet sich heutzutage ein etwa 250 m tiefer See. Das Wasser hat eine wunderschöne türkise Farbe und obwohl es an sonnigen Tagen wohl zum Baden einlädt, weist der leicht schwefelige Geruch darauf hin, dass man das wohl eher unterlassen sollte.


Sonntag, 11. November 2018

Ecuador: Ameisen

Im Amazonastiefland lebt auch die wohl gefürchtetste Ameise (Paraponera clavata) weltweit. Sowohl ihr deutscher Name "Feuerameise", als auch die englische Bezeichnung "Bullet ant" versuchen wohl, die heftigen Schmerzen, die ihr Stich hervorruft, zu beschrieben. 24 h halten die Schmerzen an und werden beschrieben, als wäre man angeschossen worden oder würde brennen. Man sollte sich also doch besser vor ihnen fernhalten. Immerhin sind sie sehr groß (1,8 - 2,5 cm) und so nicht so leicht zu übersehen. 
Weitaus angenehmer, weil weniger riskant zu betrachten, sind die so genannten Blattschneiderameisen. Von diesen gibt es unterschiedliche Gattungen. Gemein ist ihnen vorallem, dass sie Blätter von Pflanzen zerschneiden, in ihr Nest bringen und dort zu einer Masse verarbeiten, mit der sie dann Pilze züchten. Diese Pilze werden dann sorgsam gehegt und gepflegt, da sie der Nahrungsversorgung dienen.

Freitag, 9. November 2018

Ecuador: Regenwald Grand Selva

Immer noch nahe Tena, etwas den Rio Napo hinab, befindet sich das private Reservat verschiedener Lodges und einer Indigenen Gemeinde um die Lodge Grand Selva. Von hier aus kann man auch geführte Touren in den Wald unternehmen. Wenn auch der Führer nicht (trotz mehrfacher Versicherung, dass wir einen englischsprachigen Führer bekommen) Englisch sprach und auch eher gebrochen Spanisch (Muttersprache war Quichua) hatten wir dennoch eine schöne Tour durch wundervolle Landschaft.
Kleine Gewässer durchziehen das Reservat und müssen des Öfteren durchquert werden und links und rechts des Weges lebt so einiges, wenn man sich die Wegesränder genauer besieht.

Pfeilgiftfrösche (acuh Baumsteiger) haben ihren Namen nicht von irgendwoher. Ihre bunten grellen Farben sollen Feinde vor ihrem Gift warnen. Indigene Regenwaldbevölkerungsgruppen nutzten ihr Gift als Pfeilgift. Dennoch ist nicht jeder dieser Frösche giftig. Maßgeblich dafür ist vorallem die individuelle Ernährung. Dieses Exemplar gehört zur Art der Ranitomeya amazonica, welche nicht für Pfeilgifte verwendet wurden.


Goldene Seidenspinne (Nephila clavipes), eine Art, die durch ihre besonders reißfesten Netze in den Fokus der Forschung geraten ist

Dienstag, 6. November 2018

Ecuador: Reserva Biológica Jatun Sacha

 Von Banos aus begaben wir uns immer dem Fluss folgen von den Anden herab ins Amazonastiefland. Nach ca. 5 Busstunden erreichten wir das Städtchen Tena. Im Tiefland gelegen und dennoch unweit der Anden ist es gut mit dem Bus zu erreichen und dennoch gibt es ein paar übrig gebliebene Fleckchen Regenwald. Wir übernachteten im Pakay Hostel, welches von einer Deutschen und einem Ecuadorianer geführt wird, jedoch nicht zu empfehlen ist (sehr abgekühlte Atmosphäre zwischen den beiden Inhabern, man fühlt sich nicht willkommen). Von dort aus unternahmen wir einige Ausflüge, so auch ins nahegelegene (1h mit dem Bus) Jatun Sacha, ein kleines Regenwald Reservat, auf dessen Wegen man auf eigene Faust den Wald erkunden kann.
30 m hoch ist der "Turm", eine Stahlkonstruktion, die man, gesichert mit einem Klettergurt, emporsteigen und einen Blick über die Baumwipfel erhaschen kann, umschwirrt von Schmetterlingen. 
Nicht nur unzählige Spinnen verschiedenster Art wuselten überall, auch Schmetterlinge begleiteten uns und sogar ein Gürteltier lies sich blicken.


Straße nach Jatun Sacha

Dienstag, 30. Oktober 2018

Ecuador: Orchideen

Eine weitere prägende Pflanzenart in Ecuador sind die Orchideen. Nicht umsonst werden in dieses Land viele Reisen für Orchideenbegeisterte angeboten.
4032 Orchideenarten sind in Ecuador klassifiziert, 400 weitere sind noch im Bestimmungsprozess. 1710 Arten, also 37,9 % der in Ecuador vorkommenden Arten, davon sind endemisch, kommen also nur hier vor.

Sonntag, 28. Oktober 2018

Ecuador: Bromelien

In Ecuador trifft man sie überall: Bromelien. Diese Verwandten der Ananas leben hauptsächlich epiphytisch auf verschiedensten Bäumen, gelegentlich aber auch auf Stromkabeln. Sie haben wunderschöne bunte Blüten, die gerne von Kolibris besucht werden und auch ansonsten sehr ansehnlich sind, weshalb sie wohl auch als Zimmerpflanze mittlerweile voll im Trend liegen.
Prinzipiell sind sie in der neuen Welt (also von den südlichen USA bisChile) weit verbreitet und wachsen selbst an extremsten Standorten, wie etwa der Atacamawüste. Aber besonders luftfeuchte Orte wie Regen- oder Nebelwälder sind dicht mit ihnen besiedelt.

Samstag, 27. Oktober 2018

Ecuador: Umland von Banos

Ausgehend von Banos kann man einige nette Wanderungen unternehmen, wie z.B. einfach bergauf in die nahe gelegenen Bergdörfer entlang von bewachsenen Hohlwegen und durch interessante landwirtschaftliche Kulturen.
Feld der Baumtomate (Tomate de árbol). Diese wird gern zu Saft gepresst und direkt zum Almuerzo, einem Mittagsmenü bestehend aus Suppe, Fleich/Huhn mit Reis und dazu einem frischen Saft für zwei bis drei Dollar gereicht.
Der Truthahngeier, eine Neuweltgeierart, ist in Banos und Umgebung häufiger anzutreffen.
Das Tal des Rio Pastaza, in dem auch Banos liegt, zieht sich bis hinab in das Amazonasbecken. Entlang der Hänge trifft man auf Wanderungen auf unzählige Wasserfälle und überquert diverse alte Hängebrücken. Ab und an passiert man auch Einsiedlerhöfe, hinter deren Hühnerställen einem der Weg gewiesen wird. Auch Kühe und Pferde blockieren gelegentlich den Weg.
In einem kleinen Bauernörtchen entlang des Weges
Am wohl größten und berühmtesten (und auch äußerst sehenswerten) Wasserfall im Ort Rio Verde, der von Banos aus zu Fuß erreicht werden kann.